2.09.2009 - Alles ist wieder gut
Eigentlich wollte ich hier nur von meiner Maggie erzählen.
Aber ich merke, dass es nicht geht –Toby drängt an die Oberfläche, den ich seit sieben Monaten habe und ihn auch in mein Herz geschlossen habe. Vielleicht ist es nach sieben Monaten an der Zeit für mich, seine Geschichte zu erzählen. Hätte es Maggie nicht gegeben, wäre Toby jetzt wohl auch nicht bei mir.
Heute kann ich darüber schreiben, die Zeit heilt
Wunden, die Erinnerung bleibt. 
Meine Maggie ist seit 7 Monaten tot - erst oder schon? Vor einigen Monaten waren wir noch ahnungslos unsere Lieblingswege gegangen, hatte sie noch friedlich unter meinem Tisch gelegen, hatte ich sie unverdrossen gestreichelt und liebkost- nun nichts mehr.Nur noch ein schwacher Duft nach ihr und eine schöne Erinnerung. Ich hatte, das Spielzeug weggeschmissen, Bürsten, Kämme, Decken alles weg.Ich dachte, das macht es leichter. Keinen Hund mehr, dachte ich. Wenn ich den einzigen, den ich liebte, nicht haben kann, dann will ich keinen mehr. Auf so eine Liebesgeschichte, die sowieso nach Jahren, der Abschied so schwer fällt, kann ich mich nicht noch einmal einlassen.
Es ging weiter, alleine, ohne Maggie, hatte keine Lust, etwas zu unternehmen, ohne mein Hund, der immer bei mir gewesen war, Tag und Nacht, bei der Arbeit, im Urlaub, auf Einkaufswegen, bei Besuchen er war immer dabei. Und diese überflüssigen Stunden, die plötzlich anfielen, mit denen ich nichts anzufangen wusste, was ich in dieser Zeit gerne getan hätte, nicht mehr zu tun war ! Aber natürlich musste ich selbst herausfinden, was meine Familie schon längst wusste, dass meine Sehnsucht und meinen Kummer nur ein Hund stillen kann. Und dieser Hund war auch bereits geboren.
Also stellte ich mir die Frage, welcher Hund es sein sollte.
Eins war mir aber von Anfang an klar, es sollte ein Hund sein,
der vom Wesen und Aussehen Maggie ähnlich war. Stundenlang saß meine Enkeltochter vor dem PC sah sich verschiedene Hunde an.Dann fand sie einen wo die Hundemutter, so aussah wie unsere
Maggie ich konnte kein Auge mehr lassen.
Nun schwebte mir
in Gedanken immer vor den Augen ob die Welpen auch so aussehen?

Meine Enkeltochter telefonierte mit der Besitzerin um noch mehr Informationen zu bekommen. Leider sagte sie, dass alle Welpen schon vergeben wären, ich war enttäuscht. Zwei Tage vergingen, dieser Hund ging mir nicht mehr aus meinem Kopf, vielleicht weil die Hundemutter so aussah wie meine Maggie? Alles was ich in Erfahrung gebracht hatte, bestärkte mich in meinem Denken.Dann war der Entschluss gefasst, diese Rasse sollte es sein. Ich bat meine Enkeltochter noch einmal anzurufen, siehe da, es hatten mehrere abgesagt, drei Welpen wären noch zu haben, insgesamt waren es 6 Welpen. Sie sagte wir könnten vorbei kommen und von den drei Welpen einen aussuchen. Sie gab uns ihre Adresse. Am Mittwoch den 18. Oktober 2006 fuhren wir zu der Besitzerin. Es war ein Dorf in unserer Nähe. Nun viel natürlich das Aussuchen schwer. Ich entschied mich für den kleinsten Welpen und konnte ihn gleich mitnehmen.
Voller Freude und voller guter Gefühle, die ich kaum in Worte fassen kann, nahmen wir dann das kleine Bündel mit nach Hause. Ein kleines Fellbündel mit viel Herz,fand so den Weg zu uns.Auch wenn er nun nicht so aussieht wie meine Maggie, möchte ich keinen Tag den wir mit Toby verbringen, missen. Wir sind inzwischen unzertrennlich, und überglücklich. 
Jeder Tag ist für uns etwas ganz besonderes. 
Eine Woche später holte sich meine Nachbarin den Bruder sie nennt ihn Carlo, denn es hatten schon wieder Leute abgesagt, die einen Welpen haben wollten.(furchtbar).Zu guter letzt haben alle ein schönes zu hause gefunden, bis auf einen den hat dann K. die Besitzerin behalten. Ich bin immer noch in Kontakt mit K. wir schreiben uns, sie schickt mir auch Bilder von den anderen Welpen, wo sie auch noch Kontakt zu hat. Als ich Toby das erste Mal sah, war er Acht Wochen alt, so klein und zart und anrührend. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass aus ihm jemals ein großer kräftiger Bursche werden würde, einer, der mit anderen Rüden rumprotzt, seine Marken setzt, eindrucksvoll bellend aus der Tür stürzt, unter meine Tisch liegt, Futter nachbestellt, begeistert den Stöcken ins Meer hinterher springt .War ich aufgeregt am Abend vor dem Tag, an dem ich ihn abholen wollte? Ich weiß es nicht mehr. Am Abholtag selbst war ich eher ängstlich, ob ich dem Kleinen auch gerecht werden könnte, ob ich genügend Fröhlichkeit aufbringen würde, die erforderlich sind, einen Welpen werden zu lassen, was ich mir wünschte: einen glücklichen Hund. Doch als er schließlich im Auto auf meinem Schoß saß, aufgeregt und beinahe fassungslos über all das Fremde, das auf ihn einstürzte, wusste ich, dass ich das kann, weil ich es wollte. Jetzt begann eine schlimme Zeit der Unschlüssigkeit und des Haderns. Ich sehnte mich nach meiner Maggie denn ich war doch so an einen erwachsenen Hund gewöhnt! Natürlich würde der Kleine mir ans Herz wachsen, aber dann ginge alles wieder von vorne los. Er würde in die Rüpeljahre kommen, es würde Erziehungsprobleme geben, Krankheiten, Sorgen, er würde älter werden und schließlich auch sterben.
Aber ich ertappte mich dabei, wie ich heimlich seinen Namen flüsterte, wie meine Blicke durch das Haus streifte, , und ich sah mich in dunkler Nacht wieder durch die Gegend laufen,( ich nehme immer eine Taschenlampe mit ) diesmal mit einem Welpen, der alles aufregend und spannend findet und darüber seinen Haufen vergisst. Er war also schon in meinem Leben, und endlich wurde mir klar, dass ich ihn nie mehr hergeben würde und auch nicht vergessen könne, wenn ich ihn nicht behalte, dass sich zu der einen Sehnsucht eine weitere gesellen würde. Zuhause zeigte ich ihm unsere Wohnung, wo die Wassernäpfe stehen, kuschelige Schlafplätze sind, dass man auf dem Sofa liegen kann oder auf den Küchenfliesen, auf den Dielen vor der Wohnungstür oder auf dem weichen Teppich oder im Garten. Ich war beinahe genauso erschöpft wie der Kleine, nicht weil er mich so angestrengt hatte, sondern von meiner Unsicherheit, meinen Fragen, meinem Kummer und meiner Rührung über dieses kleine fürsorgebedürftiges Wesen.
In der Gewissheit, nach dem Aufwachen am nächsten Morgen die Wohnung voller Haufen und dunkler, feuchter Flecken vorzufinden, schlief ich sofort ein. Plötzlich irgendwann mitten in der Nacht wurde ich hellwach, weil mich leises Piepsen geweckt hatte, und ein kleiner schlaftrunkener Welpe kam zu mir getapst und hatte vergessen, wo der Wassernapf steht. Nach ein paar Schlucken und noch mehr Kuscheln und Flüstern, nahm ich den Kleinen in meinem Bett und schlief sofort wieder ein Toby war zuhause, auch in meinem Herzen.( heute schläft er nicht mehr ins Bett, er hat sein Körbchen) Wie habe ich die Welpenzeit genossen! Obwohl er noch ein Welpe ist, aber ein großer. Die Albernheiten, die Entdeckerfreude
die Neugier und die Beiß-, Knabber- und Kuschelanfälle meines kleinen Monsters, das Wischen des Fußbodens, das Gehampel mit der Leine, die Gänge im halbwachen Zustand vor dem
Morgengrauen! Ich fragte mich mehrmals am Tag, ob aus diesem komischen Ding wohl jemals ein verständiger Hund werden würde. Nun leben wir schon über Sieben Monate zusammen, und ich staune heute noch, wie viel Platz man in seinem Herzen haben kann und wie schnell alles geht. "Meine Hunde" sage ich jetzt, und wenn ich mich nach dem einen sehne, ist der andere schon da. Ich suche nach Ähnlichkeiten und Unterschieden und bin sonderbar zufrieden, wenn ich beides finde. 
Das ist Carlo von meiner Nachbarin und mein Toby .

Nori eine Hündin, soll auch kleiner sein und sehr lieb.
Fotos von heute.




Und wenn ich von Maggie träume, denke ich: Wie schön ist es, einen Hund wieder zu haben. Und mein Toby denkt, können wir jetzt nicht endlich mal eine Runde gehen ?
Tully…………………………….. ja wir gehen.

Ronja und der eine Welpe, er heißt auch Toby, wir nennen ihn den großen Toby.
Hallo K........,wir möchten uns nochmals für alles bedanken. Dafür, dass Sie uns mit Ihrer Liebe und Fürsorglichkeit und auch Ihres Wissens als Besitzerin der Welpen, einen so wunderschönen und lieben Hund beschert haben und auch für die gesamte sehr angenehme Abwicklung. Über Toby sind wir sehr glücklich.
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